Am Montag, 24. Februar, um 18 Uhr wird in Borgentreich in der Schützenhalle seit inzwischen drei Jahren für den Frieden gebetet. Zum Jahrestag ist der Chor aus Rimbeck dabei und begleitet den Gottesdienst um den Frieden in der Ukraine und der Welt mit ihren musikalischen Beiträgen.
Erst sechs Tage alt war der Sohn von Tatjana Lapina am 24. Februar 2022, als der schreckliche Krieg begann. „Wir sind aus Mariupol und da war eine richtige Hölle. Wie durch ein Wunder konnten wir entkommen. Wir kamen in Deutschland an, nachdem wir alles verloren hatten, unserer Unterkunft und unser gewohntes Leben in der Heimat. Die Schreckensbilder begleiten uns noch heute. Ich möchte allen, die ihr Herz für die Ukraine geöffnet haben, ein riesiges Dankeschön aussprechen. Danke für Ihr Gebet.“ berichtete Tatjana Lapina damals. Bei den Friedensgebeten ist sie stets mit ihrer Tocher Lolita aktiv dabei.
Unterstützt von den christlichen Verbände der Orgelstadt wie die kfd, Kolping und Schützen sowie der beiden Kirchen konnten die beiden Organisatoren Ute Bannenberg und Angelika Flore unmittelbar nach dem Kriegsausbruch am Rosenmontag, 28. Februar 2022, 18 Uhr, erstmals das Friedensgebet durchführen.
Um die hundert Teilnehmer fanden sich anfangs nahe dem Friedenspfahl bei der Borgentreicher Schützenhalle zusammen, um bei Gebet und Gesang gemeinsam um den Frieden zu bitten. Auch später, im Laufe der vergangenen drei Jahre waren stets etwa 30 bis 40 Personen dabei, um eine halbe Stunde Einkehr für den Frieden zu halten.
Das dies möglich ist, dafür sorgt das Organisationsteam zudem Rainer Bieling, Birgit Conze, Ute Dohmann-Bannenberg, Angelika Flore, Christine Gocke, Luise Herbold-Rose, Anja Suermann und Brigitte Urspruch gehören. Und als Einladung zum Gebet am Montagabend läutet jeweils Erich Bannenberg die Glocke der Lehmbergkapelle.
Auch die Musik ist immer ein wichtiger Bestandteil des Friedensgebets. Die musikalische Gestaltung wird seither zumeist von Ruth Müller, Michael Suermann sowie auch von Lolita Bugreeva übernommen.
Die Organisatoren um Ute Bannenberg und Angelika Flore machen in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass immer noch Kerzenwachsreste gesammelt werden, die im Turm der St. Johann-Baptist Pfarrkirche zu Borgentreich in einen dort bereit gestellten Korb gebracht werden können. Die Kerzenreste werden von den ukrainischen Soldaten an der Front dringend benötigt, um sich dort erwärmen zu können.